Fehlende KiTa-Plätze in Greifswald!

Dr. Monique Wölk:

„Wir brauchen konkrete Lösungen für die fehlenden KiTa-Plätze in Greifswald! Hier ist der Landkreis in der Pflicht. Die gestern vorgestellten Ideen müssen schnell auf einem öffentlichen KiTa-Gipfel diskutiert werden.“

Am 14.03.2018 fand der sogenannte KiTa-Gipfel zwischen dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald statt. Der Gipfel ging auf einen durch die SPD Fraktion in der Greifswalder Bürgerschaft erwirkten Beschluss vom 22.02.2018 zurück. Da sich in den letzten Monaten immer mehr verzweifelte Eltern gemeldet hatten, die vergeblich nach einem dringend notwendigen KiTa-Platz in Greifswald oder der näheren Umgebung suchten, sollte mit dem Gipfel endlich Klarheit über die tatsächliche Situation bei der Kinderbetreuung in Greifswald geschaffen werden.

Hierzu erklärt die Landratskandidatin der SPD Vorpommern-Greifswald, Dr. Monique Wölk: „Ich freue mich, dass der seit langem geforderte KiTa-Gipfel endlich stattgefunden hat und die Zahlen zu den fehlenden KiTa-Plätzen nun auf dem Tisch liegen. Jetzt haben wir Klarheit darüber, dass in diesem Jahr ca. 370 KiTa-Plätze in Greifswald fehlen. Selbst wenn die kurzfristig geplanten KiTa-Neubauten und -erweiterungen zum Tragen kommen, bleibt nach Aussage des Landkreises eine strukturelle Lücke von ungefähr 200 KiTa-Plätzen bestehen. Die Frage der nicht ausreichenden KiTa-Plätze ist ein drängendes, für viele berufstätige Eltern in Greifswald sogar ein existenzielles Problem. Hier ist der Landkreis in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen und gemeinsam mit der Stadt Greifswald schnell Lösungen zu finden. Laut Beschlusslage der Bürgerschaft sollen diese Anfang Juni auf dem Tisch liegen. Der heutige Gipfel kann somit nur ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen sein.“

„Zur Lösung der strukturellen Lücke von ungefähr 200 KiTa-Plätzen in Greifswald gibt es nur eine Antwort: Es müssen weitere Betreuungsplätze geschaffen werden“, so Monique Wölk. Und weiter: „Die beim KiTa-Gipfel vorgestellten Lösungsansätze im organisatorischen Bereich der KiTa-Platzvergabe, zur Nutzung und zum Ausbau des „KiTa-Portals“ oder die Idee eines Beförderungskonzeptes, das es Eltern erleichtert, ihre Kinder in weiter entfernte Betreuungseinrichtungen zu bringen, sind gut – sie tragen aber kaum substanziell dazu bei, die Lücke bei den KiTa-Plätzen zu verringern.“

Hierzu erklärt Dr. Monique Wölk: „Eine stärkere Beteiligung der Träger am KiTa-Portal kann helfen, die Transparenz über freie KiTa-Plätze für Eltern und KiTa-Träger zu erhöhen. Hier darf der Landkreis aber nicht stehen bleiben. Stattdessen benötigen wir einen schnellen Ausbau der KiTa-Plätze in Greifswald. Der Landkreis muss zur langfristigen Lösung des Problems über organisatorische Vorschläge hinausgehen und eine eigene Förderung für KiTa-Neubauten und -erweiterungen vornehmen. Falls dies nicht möglich ist, könnte auch eine Absenkung der Kreisumlage zur Schaffung von weiteren KiTa-Plätzen im Greifswalder Eigenbetrieb ein Lösungsweg sein. Wichtig ist, dass wir die Probleme der Eltern wirksam lösen.“

Da die beim KiTa-Gipfel diskutierten organisatorischen Maßnahmen nicht nur die KiTa-Träger betreffen, sondern in besonderem Maße auch die Eltern und die Tagespflege, ist eine öffentliche Vorstellung und Beratung darüber unerlässlich. Der Antrag der SPD-Fraktion, der durch die Bürgerschaft beschlossen wurde, hatte in seinem Wortlaut einen öffentlichen Gipfel unter Beteiligung der Betroffenen vorgesehen.

Hierzu ergänzt Dr. Monique Wölk: „Es ist schade, dass der KiTa-Gipfel in einem Kreis ausgesuchter Personen, Einrichtungen und Institutionen stattfand. Der Gipfel hätte eine gute Gelegenheit geboten, die betroffenen Eltern zu Wort kommen zu lassen und über konkrete Lösungsvorschläge ins Gespräch zu kommen. Ich erwarte, dass zeitnah ein öffentlicher Gipfel unter Beteiligung der Eltern stattfindet, bei dem die vorgestellten Lösungen mit den Eltern diskutiert werden können.“

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KiTaGipfel-Greifswald

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