Wirtschaftshäfen in Vorpommern: Gemeinsames Marketing geplant

 

Dr. Monique Wölk:

Die Häfen in Vorpommern-Greifswald müssen stärker miteinander kooperieren – nur so kann der Konkurrenzdruck aus Rostock und Swinemünde auf die Hafenunternehmen langfristig gemildert werden.

Beim zweiten Wirtschaftsgespräch der SPD Kreistagsfraktion mit Hafenbetreibern und Bürgermeistern diskutierten die ca. 30 Teilnehmer mit Infrastrukturminister Christian Pegel, dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, Holger Brydda, sowie mit Henning Bligenthal, Geschäftsführer der Hafengesellschaft Vierow GmbH, und Birger Hagen, Hafenlogistiker aus Hamburg über Möglichkeiten zur Entwicklung der Hafenstandorte in unserem Landkreis. Hintergrund für die Initiative der SPD Kreistagsfraktion und Landratskandidatin Dr. Monique Wölk ist der Einbruch bei den Umschlagszahlen im Massengutbereich, wie z.B. bei Getreide und Düngemitteln, und der zu erwartenden kritischen Entwicklung in der Zukunft. Dazu Dr. Monique Wölk: „Wir brauchen eine Strategie, wie wir unsere Hafenstandorte sichern. Zusätzlich brauchen wir Konzepte, um neue Wirtschaftsfelder zu erschließen, damit sich unsere Häfen zukünftig weiterentwickeln können. Dabei sind die Infrastruktur in den Häfen und die Anbindung an das Hinterland wichtige Standortfaktoren.

Die Teilnehmer begrüßten die Idee, ein gemeinsames Marketing der vorpommerschen Häfen aufzubauen und auf diese Weise Synergieeffekte zu nutzen. Die Vorteile und Chancen einer solchen Strategie legte Birger Hagen, Hafenlogistiker aus Hamburg, überzeugend dar. Wie ein solches Kooperationsmodell in der Praxis vor Ort aussehen kann, zeigte Henning Bligenthal auf, Geschäftsführer der Hafen Vierow GmbH. Er arbeitet seit mehreren Jahren sehr intensiv mit dem Hafen Sassnitz/Mukran zusammen und ist an weiteren Kooperationen in der Region interessiert.

Als Ergebnis des Wirtschaftsgespräches wurde bereits ein Treffen der Bürgermeister mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem Amt für Raumordnung und Regionalplanung vereinbart.

Als ein wesentliches Hindernis für die Hafenentwicklung bezeichnet Holger Brydda die fehlenden Spülfeldflächen, auf denen das bei den regelmäßig erforderlichen Ausbaggerungen in den Hafenzufahrten anfallende Baggergut gelagert werden kann. Infrastrukturminister Christian Pegel weist hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung im gewerblich-maritimen Bereich auf die Bedeutung von Kaikanten für Schwerlasten und Spezialtransporte hin, z.B. für den Windanlagenbereich und die eisenverarbeitenden Betriebe in der Region.

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HafenEntwicklg-VG

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